© Foto: Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

In der Grazer Stadtpfarrkirche wurden gemeinsam Lieder aus der evangelischen, katholischen und ökumenischen Tradition gesungen. - Foto: Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

„Geh aus mein Herz und suche Freud“

25.000 BesucherInnen bei der Langen Nacht der Kirchen.

25.000 Gäste folgten der Einladung der christlichen Kirchen und besuchten das vielfältige und bunte Programm der 11. Langen Nacht der Kirchen in der Steiermark.

Bei über 500 Stunden Programm gab es in der 11. Langen Nacht der Kirchen steiermarkweit Außergewöhnliches zu erleben: von einer Performance der Künstler Bodo Hell und Götz Bury zu einem unbekannten Werk von Abraham a Sancta Clara, einer „Hop-on Hop-off“-Bustour von Kirche zu Kirche, einer internationalen Schauküche bis hin zum Eintauchen in die Welt der Düfte.

"Sie wurde ihnen am Tag zum Schutz und in der Nacht zum Sternenlicht“(Weis 10,17) lautete das diesjährige Motto der Langen Nacht der Kirchen österreichweit. Bis in die Abendstunden bei Sternenlicht waren die Kirchen im ganzen Land geöffnet. Ein besonderes Licht ging auch vom Grazer Uhrturm aus. Als Mahnmal für religiös Verfolgte wurde er in rotes Licht getaucht und eine Gedenkzeit unter dem Titel „Net nix“ abgehalten. Diese Gedenkzeit wurde zeitgleich in allen teilnehmenden Pfarren abgehalten. Mit einem Gebet und Stille soll an die vielen Christinnen und Christen in aller Welt gedacht werden, die aufgrund ihres Glaubens verfolgt werden.

"Was sich der Luther wieder erlaubt!"

Ein Schwerpunkt in der 11. Langen Nacht der Kirchen war das Reformationsjubiläum der evangelischen Kirche. In der Grazer Heilandskirche machte man sich dazu Gedanken was „typisch evangelisch“ sei, von J.S. Bach beginnend bis zu originalen Luthertexten, stimmgewaltig präsentiert  von Schauspieler Gerhard Ernst. „Geh aus mein Herz und suche Freud‘“ erklang unweit  in der Stadtpfarrkirche, wo Superintendent Hermann Miklas und Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz unter dem Motto „Sing mit!“ Lieder aus der evangelischen, katholischen und ökumenischen Tradition vorstellten.

Eine Nacht des Miteinander voll Fröhlichkeit und Freude

"Bei aller Tiefe und allem Ernst, angesichts der derzeitigen Weltlage, erlebe ich die heurige Lange Nacht der Kirchen als sehr beschwingt und fröhlich. Und ein guter Geist des Miteinander ist spürbar", so der Superintendent der evangelischen Kirche in der Steiermark Hermann Miklas. „Es ist unglaublich viel Freude zu spüren,  Freude am Kirche sein“,  zeigt sich auch Stadtpfarrpropst Christian Leibnitz angetan, „es ist eine unglaublich gute Stimmung“. Und dem Motto des Reformationsjubiläums entsprechend -  „Vom Gegeneinander über das Nebeneinander zum Miteinander“ - betonen beide das gute Miteinander der christlichen Kirchen in der Steiermark. „Seit vielen Jahren verbindet uns in der Langen Nacht der Kirchen unser Glaube - wir wollen Kirche in all ihrer Unterschiedlichkeit aber auch Gemeinsamkeit präsentieren“, so Leibnitz.

Wenn Kirche sich selbst überrascht

„Jeder der Orte in der Langen Nacht der Kirchen hat eine ganz eigene Atmosphäre“, freut sich Gesamtkoordinatorin Gertraud Schaller-Pressler über das große Besucherecho auf die rund 500 Stunden Programm, „und so vielfältig das Angebot, so bunt ist auch das Publikum.“ Ob nun Monika Martin bei einer Vesper ein inniges Ave Maria anstimmt, historisch Interessierte bei geführten Touren viel Neues erfahren, Kinder und Jugendliche mit Musik begeistern oder auch die Gäste des VinziBus merken, dass heute eine besondere Nacht ist: “Ich glaube, dass wir uns mit der Langen Nacht der Kirchen auch selbst immer wieder neu überraschen, in dem was möglich ist an Ideen und Programmen, und dass wir selbst als Kirche durch die vielen schönen Begegnungen neu motiviert und bereichert aus dieser Nacht hervorgehen“, so Schaller-Pressler.

Und wie die laue Frühsommernacht begonnen hatte, so klang sie in Graz auch aus: stimmungsvoll - bei Lichterlabyrinth, Segensgebet und weithin hörbaren Liedern, begleitet von einem jungen Posaunenchor.



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