KunstWerkKirche

„Uns ist es bei dieser Ausbildung immer wichtig, dass es nicht nur um eine klassische Führungstätigkeit geht, sondern darum, den Kirchenraum aus dem christlichen Glauben heraus zu erschließen“, betonte Gertraud Schaller-Pressler, „um Menschen mit dem Heiligen in Berührung zu bringen und Begegnungen zu ermöglichen“. An der Schwelle zwischen dem Profanen und Sakralen stehend könnten sie ihre Kirche als spirituellen Lebensraum erlebbar machen.
„Danke für euren Einsatz und ihr ward eine ausgezeichnete Kursgruppe“, wandte sich Heimo Kaindl an die Absolventinnen und Absolventen, der die Teilnehmenden intensiv fachlich begleitet. Sie haben allesamt den Ausbildungskurs – nicht zuletzt mit dem Verfassen von Kurz-Kirchenführern für ihre jeweilige Heimatkirche - exzellent gemeistert.
Kirchen sind nach wie vor Topdestinationen für Touristen und werden von vielen Menschen aufgesucht – aus unterschiedlichsten Gründen, oft unbemerkt und leise. Neben aller sehenswerten Architektur und Kunst sind Kirchen Oasen der Stille und Kühle, bieten Schutz und Heimat, lassen Menschen zur Ruhe kommen und neue Kraft schöpfen.
„Kirchen erzählen vom Leben der Menschen, von ihren Nöten, Freuden und Sorgen“, erinnerte Anna Hollwöger, Leiterin des Ressorts Seelsorge & Gesellschaft. Das zu erklären würde immer schwieriger, da das Wissen darum zunehmend schwinde. Umso wichtiger seien Kirchenführungen als „Übersetzungsarbeit“. Und sie zitierte ein jüngst veröffentlichtes Wort von Bischof Wilhelm Krautwaschl: „Christus hat seine Kirche gegründet, er hat sie nicht leer in die Welt gestellt, sondern hat uns dazu berufen, mit ihm, mit den uns gegebenen Möglichkeiten mitzuwirken: durch unsere Herzen, mit unseren Händen, mit unserem Verstand“.
Dass all diese Pfarren auf der Website von KunstWerkKirche zu finden sind, brachte Walter Prügger, Leiter des Ressorts Bildung, Kunst & Kultur, zu Papst Leo und seinem Schreiben über Landkarten der Hoffnung: „Danke, dass Sie Menschen Hoffnungsorte in unseren Pfarren und in unserer Diözese näherbringen und Menschen ermutigen, Fragen zu stellen.“ Prügger weiter: „Bildung anzubieten ist hoffnungsgebend, Bildung ist ein Dienst der Nächstenliebe.“
Mit der feierlichen Verleihung der bischöflichen Dekrete wurden die neuen Kirchenführerinnen und Kirchenführer für diesen ehrenamtlichen Dienst der Verkündigung offiziell beauftragt.
„Es war eine große Freude und Erfüllung für uns, nach Graz zu fahren und Neues zu lernen“, dankte Alois Strimitzer den Vortragenden im Namen aller Absolventinnen und Absolventen. Um nach einem schwungvollen „Rap“, mit dem das Ennstaler Team sein neues Wissen humorvoll unter Beweis stellte, laut zu verkünden: „Wir sind für diesen Dienst bereit!“
