Lange Nacht der Kirchen beim Kircheneck

Mit einem vielfältigen Programm gelang es, zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzusprechen und Raum für Austausch, Reflexion und gemeinsames Erleben zu schaffen.
Ein zentraler Anziehungspunkt war die bereits etablierte AnsprechBAR vor dem Kircheneck. Sie war den gesamten Abend über gut besucht – nicht nur wegen der angebotenen Getränke, unter denen besonders das kühle Bier großen Anklang fand, sondern vor allem als offener Treffpunkt für Gespräche. In entspannter Atmosphäre entstanden Begegnungen und tiefgehende Gespräche über Gott und die Welt.
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war das Format „MUTgeschichten erzählen“. Walter Schreiber (Stadtkirchenreferent), Anton Christian Glatz (Literat), Karl Haas (ehemaliger Polizist) und Jürgen Prietl (Geschäftsführer einer IT-Firma) erzählten von ihren ganz persönlichen Erfahrungen mit Mut. Die bewegenden und authentischen Erzählungen berührten die Zuhörerinnen und Zuhörer und luden dazu ein, eigene Erfahrungen miteinander zu teilen. Die zentrale Botschaft wurde deutlich: Mut ist ansteckend – und geteilter Mut wird zu Ermutigung. Oder, wie es an diesem Abend greifbar wurde: MUTeinander.
Kreativ und zugleich entschleunigend präsentierte sich das Angebot „MUTworte tippen“. Auf einer Retro-Schreibmaschine konnten Besucherinnen und Besucher persönliche MUTbotschaften formulieren – für sich selbst oder für andere Menschen. Insgesamt entstanden auf diese Weise 24 individuelle MUTkarten, die das Kircheneck später versendet. Das Schreiben auf der mechanischen Schreibmaschine wurde von vielen als besondere Erfahrung beschrieben – als bewusster Gegenpol zur digitalen Schnelllebigkeit. Dabei entstandenen sehr unterschiedliche, ermutigende Botschaften etwa:
• „Hab den MUT, auf dein Herz zu hören und nicht auf deinen Kopf.“
• „Liebe Klara! Nur MUT – der liebe Gott ist immer bei dir!“
• „Bleib stark, du schaffst das!“
• „Hab immer den MUT, du selbst zu sein.“
• „What you’re not changing, you’re choosing.“
Mit seinen vielfältigen Angeboten zeigte sich das Kircheneck einmal mehr als ein Ort, an dem Menschen miteinander in Kontakt kommen, ihre Geschichten teilen und neue Impulse für den Alltag mitnehmen können. Die „Lange Nacht der Kirchen“ wurde so zu einem Abend voller Begegnung, Inspiration und gelebter Gemeinschaft.